Zu viele Demos? Nein.

Am Samstag, 7.10. finden drei Demos gleichzeitig statt, zu drei unterschiedlichen Themen – und auch wieder nicht:

Alle drei tragen die Erkenntnis in die Welt hinaus, dass es sehr erhaltenswerte Dinge auf unserem Planeten gibt: Wälder, Klima, schöne Lebensräume, in denen Menschen sich wohl fühlen, bäuerliche Landwirtschaft, etc… An sich ist das ganz schön konservativ – vielleicht verlieren die sog. „konservativen“ Parteien so stark in der Wählergunst, weil sie immer mehr lebensfeindliche Politik machen?

Die Veranstalter der Demos haben zwar unterschiedlich klingende Kernforderungen, doch die Auswirkungen bei deren Erfüllung wären identisch, bzw. würden sich ergänzen, z. B. eine erfolgreiche Verringerung von Fluchtursachen in den Ländern des Südens:

  • In Regensburg geht es gegen eine Politik der Angst (PAG), für Solidarität u. das Bekämpfen von Fluchtursachen z.B. durch den ungerechten Welthandel.
  • Im Hambacher Forst geht es um den Kohleausstieg und eine Begrenzung des Klimawandels. Die Realität des Klimawandels zeichnet sich zwar auch in Deutschland ab, betrachten lässt sie sich aber vor allem in Afrika, wo es zwar am Äquator immer mehr regnet, nördlich und südlich davon aber immer weniger. Ein eindrucksvolles Bild hier.
  • Und in München geht es u. a. um „Bauernhöfe statt Agrarfabriken“, im Aufruf heißt es: „Eine Agrarpolitik, die weiter auf Intensivierung und Billigproduktion für den Weltmarkt setzt, endet zwangsläufig in einer industriellen Landwirtschaft, mit Megaställen und Minimalstandards bei Tierschutz und Ökologie. Und gefährdet durch Import-Futtermittel und Exportorientierung die Existenzgrundlage von Bäuerinnen und Bauern im globalen Süden.“

Wenn also in München die Hofpfisterei zur Demo aufruft, in Regensburg etwa Farben Eckert oder die BI Asyl, dann sind sie alle ganz natürliche Verbündete mit den großen Umweltverbänden, die im Hambacher Forst zur Demo aufrufen (Greenpeace, BN, …).

Wohin also? – Egal. Hauptsache, so ein Demobesuch ist nur das Sahnehäubchen.

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